Konsumverzicht


21.04.17 - christina - 22 kleidungsstücke in 30 tagen

 

Mein Selbstversuch ist nach vier Wochen beendet und ich merke deutlich wie viel Spaß es wieder macht sich zu kleiden und wie gerne ich manche Kleidungsstücke wieder anziehe.
Ich habe manche meiner Kleidungsstücke schon richtig vermisst.

Für mich war es keine neue Erfahrung für einen längeren Zeitraum meine Kleidungstücke von Hand zu waschen. Dennoch habe ich während meiner Zeit als Volunteer die Kleidung nicht jeden Tag waschen müssen, sondern eben erst am Ende der Woche, da ich mehr Teile zur Verfügung hatte.

 

Der Wasserverbrauch erschien mir schon während meines Versuches nicht gerade ökologisch und ressourcenorientiert. Ich betrachte meinen Versuch im Nachhinein als durchaus lehrreich und es war interessant zu sehen wie mein Umfeld so auf mich reagiert.
Dazu kann ich nur sagen, dass ich keinerlei negative Kommentare zum Versuch erhalten habe, aber es vielen auch gar nicht aufgefallen ist, dass ich mich mit so wenig Kleidungsstücken für eine Weile zufrieden gebe.
Außerdem war es spannend zu merken, was ich wirklich brauche und was ich mir einfach gerne gönne. Der Unterschied im Kauf - und Konsumverhalten wurde mir durchaus bewusst. Da ich mich immer wieder darauf besinnen konnte, dass ich eben keine 10 verschiedenen Schals brauche, sie aber doch gerne besitze um Abwechslung zu haben. Das macht die Klamotten erst interessant.
Trotzdem empfinde ich es als nachhaltiger, wenn innerhalb einer Familie beispielsweise Schmutzwäsche gesammelt wird und dann gesammelt gewaschen wird.

 


22.03.17 - christina - 22 kleidungsstücke in 30 tagen

 

Mein Selbstversuch dauert nun schon ein paar Wochen. Es ist gar nicht so einfach, das kann ich euch sagen. Ich bin fast jeden Tag am Waschen meiner Unterwäsche. Die Auswahl ist ziemlich begrenzt, aber dafür dauert es morgens umso kürzer, sich anzuziehen.
Vor ein paar Tagen wollte ich die Schuhe, die ich für meinen Selbstversuch gewählt habe, putzen, da sie durch die Arbeit im Kindergarten und die regnerischen Tage in letzter Zeit in große Mitleidenschaft geraten sind. In unserer Garage war es mir aber einfach zu kalt so ganz ohne Schuhe, sodass ich kurzerhand in die Hausschuhe meiner Mutter geschlüpft bin.
Bisher geht es mir mit meinem Selbstversuch abgesehen davon, dass ich sehr viel Wasser brauche und auch Zeit um von Hand zu waschen, sehr gut.
Ohne Waschmaschine zu leben und deshalb alles von Hand zu waschen, war mir von meinen 5 Monaten in Tansania bereits bekannt. Der Unterschied von afrikanischen Verhältnissen zu hier ist allerdings, dass unsere Temperaturen zurzeit nicht gerade dazu führen, dass Kleidungsstücke, die von Hand gewaschen werden, bis zum nächsten oder wenn möglich bis zum gleichen Tag getrocknet sind.
Während der ersten Woche habe ich auch schon festgestellt, dass sich einige Kleidungsstücke besser eignen von Hand gewaschen zu werden als andere, sodass ich zwar nichts von der Anzahl her geändert habe, sondern nur einige ausgetauscht habe um andere Stoffe zu nutzen, die sich dafür eben besser eignen.

Nach ein paar weiteren Tagen sind mir dann aber doch einige Dinge aufgefallen, die der Selbstversuch zumindest mit mir persönlich macht. Die ausgewählten Kleidungsstücke kann ich langsam einfach nicht mehr sehen, dabei mag ich sie ja eigentlich sehr gerne.
Als wir am Geburtstag meiner Mutter im Restaurant essen gingen, fiel mir dann auf, dass ich jetzt auch gerne wenigstens eine schickere Bluse angezogen hätte; wollte aber nur deshalb auch nicht von meinem Versuch abweichen. An diesem Tag war es außerdem so warm, dass ich auf Sneakers umgestiegen bin, anstatt meine warmen Winterstiefel, die in der eigentlichen Auswahl sind, zu tragen.

Letzten Samstag bin ich einen Tag zum Skifahren nach Österreich gefahren. Da könnt ihr euch ja sicher alle denken, dass ich mich weder an meine Anzahl noch an meine Kleiderauswahl halten konnte.
Auch in den letzten Tagen, in denen ich mich ein wenig erkältet habe, musste ich einfach noch eine Schicht mehr anziehen und die gab meine Anzahl an Kleidungsstücken gerade eigentlich nicht mehr her.

So langsam merke ich, dass meine Motivation von Hand zu waschen nachlässt, deshalb habe ich meinen Selbstversuch bezüglich der Unterwäsche jetzt schon etwas gelockert, sodass ich diese zum Wäscheberg meiner Familie lege. Alles andere funktioniert aber immer noch ganz gut. Allerdings weiß ich auch, dass es mir deutlich mehr Spaß macht mich zu kleiden, wenn eine größere Vielfalt herrscht. Darauf freue ich mich deshalb schon wieder!

 


06.03.17 - Christina - 22 Kleidungsstücke in 30 tagen

 Anfangs dachte ich ganz klar, ich werde 30 Tage ohne Handy auswählen, um meinen Selbstversuch zu starten. Dann aber wurde mir klar, dass dies für mich keine große Herausforderung und auch keine große Umstellung für mein Leben sein würde.
Als das Thema 33 Kleidungsstücke in 3 Monaten dann heiß diskutiert wurde, dachte ich mir: Hey, das wäre wirklich herausfordernd.
3 Monate erschienen mir dann allerdings sehr lange. Schließlich heißt es nicht umsonst „Kleider machen Leute“. Wie wirke ich auf Andere? Was halten Andere von mir und meinem Selbstversuch? Deshalb habe ich beschlossen die Bedingungen etwas anzupassen. Dann überlegte ich mir 11 Kleidungsstücke in 1 Monat zu tragen; als ich dann aber zusammen zählte, was ich schon alleine im Moment am Körper trage, betrachtete ich die Sache nochmals neu.
Ich meine, überlegt doch mal selbst wie viele Klamotten ihr gerade tragt? Und zählen Socken und Schuhe eigentlich als ein Paar oder doch als zwei Kleidungsstücke?! Solche Fragen stellten wir uns am Anfang als Gruppe. Letztendlich haben wir uns darauf geeinigt, dass Schuhe und Socken als Paare zählen.
Das Aussortieren und Wählen der richtigen Kleidungsstücke stellte dann doch eine kleine Herausforderung dar. Soll ich wirklich die ganzen Klamotten aus meinem Kleiderschrank ausräumen und den Inhalt auf 22 Teile reduzieren? Wo lagere ich denn den Rest? Welche Möglichkeiten gibt es noch?! Jetzt habe ich mir einen provisorischen Kleiderschrank gebaut, indem ich mir vor meinen eigentlichen Kleiderschrank einen kleinen Tischgestellt und die Klamotten darauf gelegt habe, sodass ich auch gar nicht mehr in Versuchung komme, aus Gewohnheit den Kleiderschrank zu öffnen und das Tagesoutfit zusammen zu stellen.
Die Auswahl beschränkt sich jetzt also auf die Basics in meinem Kleiderschrank in neutralen Farben. Meine Klamottenauswahl trägt nun also die Farben Schwarz, Weiß und Grau, schließlich kann man dazu alles kombinieren.
Also, was braucht man wirklich?! Brauche ich wirklich so viele verschiedene T-Shirts, 4 Paar Schuhe, die zumal alle noch ähnlich aussehen, 2 Winterjacken, 3 Übergangsjacken und 10 verschiedene Schals oder Tücher?!
Meine minimalistische Auswahl für die nächsten 30 Tage setzt sich aus folgendem zusammen:

 

  • Unterwäsche (6 Teile)

  • 3 Paar Socken

  • Nachtwäsche (2 Teile)

  • Jacke

  • Schal

  • Schuhe

  • 2 Hosen

  • 1 Top

  • 2 T-Shirts

  • 1 dünner Pullover

  • 2 Kapuzenjacken

 

 

Welche Auswahl würdet ihr treffen? Seid ihr dabei? Wagt ihr den Versuch euch den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen, sodass wir wieder lernen diese Dinge mehr wertzuschätzen? Macht mit und hinterlasst uns eure Kleiderauswahl und eure Schwierigkeiten und Erfahrungen mit dem Selbstversuch.