Selbstbesinnung


01.06.17 - Franziska

 

Mein Projekt befasst sich damit, einen Monat lang so minimalistisch wie möglich zu leben.

 

Um dieses Projekt starten zu können musste ich mich zuerst einmal damit befassen was der Begriff „Minimalismus“ überhaupt bedeutet.

 

Im Internet bin ich auf mehrere Seiten, hauptsächlich auf Blogeinträge die sich mit einer minimalistischen Lebensweise auseinander gesetzt haben, gestoßen. Durch diese Seiten habe ich herausgefunden, dass der Minimalismus ein alternativer Lebensstil zur konsumorientierten Überflussgesellschaft darstellt, welcher ermöglichen soll, sich auf das wirklich wichtige im Leben zu konzentrieren.

 

Bei meiner Recherche bin ich auch auf die „KonMari-Methode“ gestoßen. Bei dieser Methode behält man nur die Sachen, die einen glücklich machen. Alles, was keine positiven Gefühle oder Erinnerungen in einem weckt, wird weggetan.

 

 

 

Mit diesem Ansatz bin ich dann in meinen minimalistischen Monat gestartet.

 

Ich habe mir vorgenommen, in dieser Zeit möglichst keine neuen Gegenstände zu kaufen und die Sachen, die ich bereits besitze, auf ein paar wenige zu reduzieren. Auf die, die ich wirklich benötige oder die mich auf irgendeine Weise glücklich machen.

 

Alles andere habe ich in Kisten und Tüten gepackt und auf meinen Schrank gestellt.

 

Angefangen habe ich damit meinen Kleiderschrank auszumisten, der ziemlich überfüllt und chaotisch war. Ich habe nur die Kleidungsstücke im Schrank gelassen, die ich regelmäßig trage und in denen ich mich wohl fühle, sowie ein paar Teile, die ich für besondere Anlässe brauche. Die restlichen Kleider (was bestimmt über die Hälfte waren) habe ich dann in Tüten weggepackt.

 

Danach war mein Kleiderschrank sehr viel übersichtlicher und ordentlicher und ich habe morgens viel schneller das gefunden, was ich anziehen wollte. Ich habe mich dadurch viel besser gefühlt, auch wenn sich meine Auswahl an Kleidungsstücken natürlich ein bisschen verringert hat.

 

Mein zweiter Schritt war meine Schmink- und Pflegeprodukte durchzugehen, von welchen sich mit der Zeit ziemlich viele bei mir angesammelt haben.

 

Ich habe meine Schminksammlung auf die 15 Teile reduziert, die ich regelmäßig benutze und am meisten mag und auch bei meinen Pflegeprodukten wurden alle, die ich nicht oft verwende, in eine Kiste gepackt. Ähnlich wie bei meinem Kleiderschrank habe ich dadurch mehr Platz und eine viel bessere Übersicht im Bad bekommen und außerdem habe ich festgestellt, dass ich die meisten der Produkte auch überhaupt nicht vermisse.

 

Als letztes bin ich noch durch meine Wohnung gelaufen und habe alle Gegenstände wie Spiele, Bücher, DVDs und Taschen, die ich schon lange nicht mehr in der Hand hatte und die mir auch nicht viel bedeuten, in eine weitere Kiste weggeräumt.

 

 

 

Meine zweite Herausforderung war in diesem Monat möglichst nichts zu kaufen, außer den Sachen, die wirklich notwendig sind.

 

Das hat in den ersten Wochen super funktioniert: Ich bin selten zum Shoppen in die Stadt gegangen und ich habe es dann auch geschafft wieder mit leeren Händen aus einem Laden rauszugehen.

 

Allerdings habe ich dann eine Woche Urlaub in Prag gemacht und dort bin ich dann doch während einer Shoppingtour bei ein paar wenigen Sachen schwach geworden und habe diese gekauft. Dafür habe ich aber davor ja viele Gegenstände weggetan und die gekauften Sachen gefallen mir immer noch sehr gut und werden oft benutzt.

 

Wenn ich nicht das Ziel gehabt hätte möglichst minimalistisch zu leben wären in dieser Zeit bestimmt noch mehr Dinge in meinem Einkaufskorb gelandet und jetzt bin ich froh kein Geld dafür ausgegeben zu haben. Nachdem ich die Läden verlassen habe hätte ich diese eh ziemlich schnell wieder vergessen.

 

Am Ende des Monats habe ich noch einmal die Tüten und Kisten mit den weggepackten Sachen durchgeschaut und bin dann zu dem Entschluss gekommen das Meiste davon ganz wegzugeben. Denn ich habe gemerkt, dass ich auch sehr gut ohne diese Gegenstände leben kann und sie nur unnötig Platz wegnehmen.

 

 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Projekt gezeigt hat, dass man viele Gegenstände, die man besitzt, gar nicht wirklich braucht und dass man durch diese auch nicht glücklich wird. Sobald man sie nicht mehr sieht, hat man sie ziemlich schnell vergessen und merkt, dass man genauso gut auch ohne sie leben kann.

 

Außerdem habe ich festgestellt, dass ein minimalistischer Lebensstil Ordnung und Übersicht ins Leben bringt und mehr Platz für die wichtigen Dinge schafft.

 

Ich kann also jedem empfehlen, mal auszuprobieren, auf Konsum zu verzichten und die Gegenstände, die man bereits besitzt, auf die liebsten und wichtigsten zu reduzieren.