20.03.17 - elena

 

Die vierte Woche ist vorbei, das heißt der Selbstversuch ist zu Ende!

 

 

Einerseits finde ich es gut, andererseits war es auch gar nicht so schlimm und ich habe auch wirklich darauf geachtet auf Plastik (bzw. Verpackungen) zu verzichten. Der Selbstversuch ist jetzt zwar zu Ende, doch trotzdem werde ich jetzt nicht ab morgen wieder Plastik und Verpackungen in Hülle und Fülle benutzen. Ganz im Gegenteil, denn durch so einen Selbstversuch werden einem echt die Augen geöffnet und ich denke ich werde so schnell nicht mehr aus einer Plastikflasche trinken. Der Versuch hat mich in meiner Einstellung gegenüber Plastik verändert. Wenn ich früher in den Supermarkt gegangen bin, habe ich mir nie viele Gedanken darüber gemacht; wenn ich heute in den Supermarkt gehe, sehe ich das ganze Plastik, es sticht mir ins Auge und ich finde es schlimm.

 

Vor kurzem habe ich den Film "Plastic Planet" angeschaut. In ihm geht es um das Plastik das aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, wie es unsere Umwelt verschmutzt, wie es die Meere belastet, die Tiere (besonders die Fische) gefährdet und die Auswirkungen auf den Menschen: Plastik als krebserregender Stoff, der krank macht, Allergien auslöst und unsere Hormone verändert!

 

 

 

 

Auch in nächster Zeit werde ich versuchen Plastik und Verpackungen so gut wie möglich zu vermeiden, wahrscheinlich nicht mehr so sehr wie während den vier Wochen, aber doch noch in vielen Dingen, ich habe mal eine Liste geschrieben, was ich alles auf jeden Fall beibehalten will:

 

 

1.) Aus Glasflaschen statt aus Plastikflaschen trinken

 

2.) Kernseife statt Flüssigseife und Duschgel

 

3.) Festes Shampoo statt Flüssigshampoo aus der Plastikverpackung

 

4.) Selber Taschen zum einkaufen mitnehmen, anstatt Plastiktaschen aus dem Laden

 

5.) Milchprodukte wie Milch, Sahne und Joghurt im Glas kaufen

 

6.) Käse mit der Dose einkaufen und Frischkäse selber machen

 

 

 

 

Es lohnt sich wirklich, mal einen Monat "verpackungslos" zu leben. Ich bereue den Selbstversuch auf gar keinen Fall, es war interessant auszuprobieren, wo man überall Alternativen suchen und worauf man verzichten muss. Ich habe auch viele neue Erfahrungen gesammelt, die ich sonst nicht gemacht hätte: im verpackungslosen Laden einkaufen, mit der selbst mitgebrachten Dose an die Käsetheke gehen oder zu lernen wie man Frischkäse selber macht. Wissen, dass Plastik wirklich schädlich für den Menschen und die ganze Erde ist, die Erfahrungen von Menschen, die ohne Plastik leben zu hören, und vieles mehr...

 

 

Außerdem war es immer sehr interessant zu sehen wie die Leute darauf reagiert haben, wenn ich ihnen von meinem Selbstversuch erzählt habe. Die meisten haben sich richtig dafür interessiert und gefragt wie ich das denn mache, denn eigentlich sei ja fast überall Plastik. Vor dem Selbstversuch dachte ich, dass viele das bestimmt komisch finden und die ganze Sache eher kritisieren. Doch nun kann ich sagen, dass das nicht der Fall war. Das fand ich echt toll:)

 

 

Ich hoffe, ich konnte mit meinen Berichten ein bisschen zeigen wie man "verpackungslos" leben kann. Natürlich war ich während der vier Wochen nicht ganz konsequent und habe schon Verpackungsmüll und Plastikmüll produziert, aber auf jeden Fall viel, viel weniger! Das Ziel unserer Selbstversuche sollte ja auch nicht sein einen extremen Verzicht durchzuführen. Doch der Versuch hat mich verändert, ich hoffe auch ihr konnten etwas aus den Berichten mitnehmen. Vielleicht versucht ihr jetzt ja einen Punkt (oder sogar mehrere Punkte) von meiner Liste selbst durchzuführen. Das würde mich sehr freuen:)

 

 

Vielen, vielen Dank fürs lesen der Berichte!!! :)

 


12.03.17 - elena

So, jetzt ist die dritte Woche vorbei und der Selbstversuch endet schon in einer Woche!

In der vergangenen Woche habe ich versucht mal ein paar Sachsen selbst herzustellen.

Habt ihr schon mal Frischkäse im Supermarkt gesehen, der nicht in Plastik verpackt ist? Ich leider nicht.

Deshalb habe ich Frischkäse selbst hergestellt - nur aus Naturjoghurt aus dem Glas. Wie das geht, seht ihr an den folgenden Bilder:

 

Zuerst habe ich einen Sieb auf eine Schüssel gelegt.

 

 

Dann habe ich in das Sieb ein Mulltuch gelegt und den Naturjoghurt in das Tuch gefüllt. Das Ganze habe ich über Nacht stehen gelassen.

 

 

 

Am nächsten Tag war das Tuch ganz feucht und in der Schüssel war Flüssigkeit. Der Joghurt hatte jetzt die Konsistenz wie Frischkäse. Ich habe ihn aus dem Tuch genommen und einen Teil aufs Brot gestrichen und noch ein bisschen Kräuter darüber gestreut. Der "selbstgemachte" Frischkäse schmeckt zwar etwas anders als gekaufter Frischkäse und noch ein bisschen nach Joghurt, aber er ist trotzdem sehr lecker! Es lohnt sich diesen selbst zu machen, da man überhaupt keinen Plastikmüll hat.

 


 

Außerdem habe ich noch Schokokekse gebacken. Die Zutaten hierfür waren alle nicht in Plastik verpackt! (Bis auf die Butter, die war in Butterpapier)

 


05.03.17 - Elena

Genau heute ist die Hälfte meines Selbstversuches vorbei und ich muss sagen die nächsten zwei Wochen werde ich auch noch gut durchhalten, denn mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Während ich in der ersten Woche oft daran gedacht habe auf was ich alles verzichten muss und wie schwierig es ist verpackungslos (so gut wie möglich, aber mit Ausnahmen) zu leben, ist es nun in der zweiten Woche einfach zur Selbstverständlichkeit geworden. Klar lebe ich trotzdem nicht ganz "verpackungslos" und deshalb auch nicht plastiklos, aber ich spreche ja von den kleinen Schritten.

 

Ich finde ich lebe dadurch auch viel bewusster. Man nimmt nicht einfach jede Tüte die man bekommt und kauft nicht jeden Schwachsinn den man sieht. Ich überlege mir seitdem irgendwie immer, brauche ich das wirklich? Genauso beim Essen: Da ich einfach viel nicht mehr essen kann, isst man nicht immer irgendwas, sondern muss sich immer überlegen was man jetzt essen darf und was und wie man einkaufen geht.

 

Gerade ist ja die Fastenzeit und Anneliese Bunk hält deshalb gerade in ganz Deutschland Vorträge zum Thema "Plastikfasten". Anneliese Bunk lebt mit ihrer Familie in München. Die Familie lebt seit 3 Jahren so gut es geht ohne Plastik. Darüber hält Anneliese Bunk Vorträge und hat sogar ein Buch herausgebracht, das Spiegel- Beststeller geworden ist. In ihrem Buch "Besser leben ohne Plastik" kann man lesen, wie man Plastik ersetzen kann. Außerdem gibt es auch viele plastikfreie Rezeptideen. Das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant. Am Freitag hat Frau Bunk einen Vortrag über das "Plastikfasten" in Stuttgart gehalten, zu dem ich gegangen bin, denn plastikfrei leben ist ja ein großer Teil von verpackungslos leben. Als ich dorthin kam, war ich überrascht, wie viele Leute sich für dieses Thema interessieren, denn der Saal war richtig voll. Und es waren auch sehr viele junge Leute da. Das fand ich richtig gut; da sieht man wie viele Leute sich über dieses Thema Gedanken machen und dass gerade viele junge Leute versuchen auf Plastik zu verzichten. Anneliese Bunk erzählte, dass in keinem Land Europas mehr Plastik produziert wird als in Deutschland.

 

Sie erzählte aus ihrem annähernd plastiklosen Alltag und gab viele Tipps wie man selber so leben kann. Sie meinte, wenn jeder statt "normalem" Shampoo in der Plastikflasche, festes Shampoo benutzen und statt Duschgel Kernseife verwenden würde, würde Deutschland schon extrem viel Plastik einsparen. Da sieht man, dass dies unserer Umwelt schon sehr zugute kommen würde wenn jeder ein bisschen Plastik einsparen würde.. Außerdem berichtete Anneliese Bunk, dass man sehr viel selber herstellen kann und so viel Verpackung und Plastik einsparen kann. Gerade bei den Waschmitteln, z.B. kann man Waschmittel selber herstellen aus Waschsoda und Kastanien. Darauf wäre ich nie gekommen. Auch sehr spannend fand ich, dass man z.B. Frischkäse sehr gut selber herstellen kann, nämlich aus Joghurt, das werde ich demnächst ausprobieren. Nun zur Fastenzeit gibt sie jeden Tag auf www.plastikfasten.info eine Anregung wie man seinen Plastikkonsum verringern kann. Der Tipp am Tag 1 war zum Beispiel, dass man Leitungswasser statt Flaschenwasser trinken soll. Aber lest dort doch selber wie ihr euren Plastikkonsum verringern könnt, die Umwelt wird es euch danken:) (http://www.plastikfasten.info/ )

 

Der Selbstversuch wird jetzt noch zwei Wochen gehen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, schaut nächste Woche einfach mal wieder vorbei und lest von meinen weiteren Erfahrungen aus meinem "verpackungslosen" Leben!

 

27.02.17 - elena


Ein Monat verpackungslos- am Sonntag startete die Challenge und nun ist schon eine Woche vorbei. Doch wie lässt es sich so ohne Verpackung leben? Bevor der Selbstversuch startete ging ich erst mal einkaufen in einen Laden in Stuttgart, in dem man unverpackte Lebensmittel kaufen kann. Das heißt man kommt mit seinen Tupperdosen dahin und füllt das Essen in diese ab. Man bekommt dort richtig viel, ich habe Müsli, Nudeln, Reis usw. gekauft, aber es gibt auch Obst, Brot, Milch, Süßigkeiten, Öl, Aufstriche und vieles mehr. Es lohnt sich auf jeden Fall dorthin zu gehen.

 

Doch was habe ich alles ersetzen müssen? Wenn ich mal im Bad anfange: Ich habe eine Zahnbürste aus Bambus gekauft und statt Zahnpasta in der Tube benutze ich Zahnpasta in Tablettenform, welche unverpackt ist. Auch Shampoo gibt es in fester Form und statt Flüssigseife nehme ich nun immer Kernseife.

 

Bei den Nahrungsmitteln kaufe ich Milch, Sahne und Jogurt im Glas, Sprudel und Saft in Flaschen und auch viel anderes gibt es im Glas zu kaufen, man muss nur ein bisschen suchen. Auf Käse habe ich bis jetzt fast ganz verzichtet (das war für mich nicht einfach, da ich Vegetarierin bin und normalerweise viel Käse esse...). Ich dachte immer die Verkäufer an der Käsetheke geben dir den Käse nicht in deine eigene Dose aus hygienischen Gründen. Doch heute habe ich in dem Supermarkt bei mir in der Nähe einfach mal gefragt wie das ist und die Verkäuferin hat gemeint, wenn ich die Tupperdose auf die Theke stelle, kann sie den Käse da reintun. Das hat mich sehr gefreut!!! Nun kann ich wieder Käse essen und nicht mehr nur vegetarische Aufstriche, diese habe ich nämlich stattdessen gegessen, die gibt es im Glas zu kaufen, allerdings wurden diese nicht so ganz zu meinem Lieblingsessen:/

 

Ansonsten habe ich versucht statt Lebensmitteln in Plastik Lebensmittel in Papierverpackungen/Kartonverpackungen zu kaufen. Das ist dann zwar nicht verpackungsfrei, aber auf jeden Fall besser als Plastik. Und ich muss sagen das geht echt gut. Wenn man darauf achtet, kann man sehr vieles plastikfrei in normalen Supermärkten bekommen.

 

Eine Ausnahme sind da zum Beispiel die Süßigkeiten, ich habe bis jetzt keine unverpackten Süßigkeiten gefunden (außer in dem verpackungslosen Laden). Ich habe versucht so wenig Süßigkeiten wie möglich zu essen, aber ich habe es leider nicht ganz ohne Schokolade hinbekommen...und wenn mir jemand Schokolade angeboten hat habe ich auch nicht immer abgelehnt. Aber der Selbstversuch soll ja auch kein strenger Verzicht sein, sondern wir wollen ja versuchen so gut es geht unseren Versuch durchzuziehen und unsere eigenen Grenzen austesten.

 

Die erste Woche war schon mal eine sehr interessante Erfahrung, ich muss leider sagen, dass ich die Verpackungen zwar deutlich minimiert habe, aber trotzdem nicht ohne Verpackungen ausgekommen bin, vor allem im Bad ist es sehr schwierig und auch wenn man nicht zu Hause ist. Ich denke trotzdem dass ich in dieser Woche schon einiges geschafft habe und man durch Umdenken viel erreichen kann. Vor kurzem war ich im Kino und dann hab ich mir überlegt was ich esse und statt Nachos (die in einem Plastikgefäß sind) habe ich Popcorn gegessen, die sind nämlich in Papier. Das ist zwar auch eine Verpackung und deshalb nicht optimal, aber ich denke auch bei solchen kleinen Sachen kann man die Welt schon ein kleines bisschen verbessern:)

 

In den nächsten drei Wochen werde ich versuchen noch mehr "verpackungslos" hinzubekommen und mal schauen wie es mir sonst noch so ergeht. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten! Vielen Dank fürs lesen, hoffentlich konnte ich so ein bisschen zeigen wie man den Verpackungsmüll verringern kann und vielleicht probierst du ja nun selber deinen Verpackungsmüll ein bisschen zu reduzieren und zum Beispiel statt Jogurt im Becher nun Jogurt im Glas zu kaufen;)

 

 

Holzzahnbürste, festes Shampoo und Zahnpastatabletten (muss man in den Mund nehmen und dann zerkauen)

 

Glas statt Verpackungen

 

Einkaufen im verpackungslosen Laden: Müsli, Getreide, Nudeln und vieles mehr in großen Behältern, von dort aus kann man alles in selbstmitgebrachte Gefäße abfüllen, Obst und Gemüse verpackungslos in Körben - Schokolade, Backpulver, Kakao, Gummibärchen...

 

 

Bevor man etwas in seine Dose abfüllt muss man diese erst wiegen, denn zum Schluss wird gewogen wie schwer die Dose ist und das Eigengewicht wird abgezogen